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Erst vor kurzem wurde Brooke
Oberwetter, eine amerikanische Studentin von der Polizei verhaftet. Der Grund?
Sie ließ es sich nicht verbieten, anlässlich des Geburtstags des
Verfassungsvaters Thomas Jefferson zu den Füßen seines Denkmals in Washington
DC zu tanzen - und wurde prompt von den Denkmalwächtern verhaftet.
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Dieser Flashmo, wurde wie viele
andere über das Internet organisiert und hatte das Ziel zu unterhalten,
belustigen, irritieren. Die zwanzig Teilnehmer tanzten lautlos, jeder mit
Kopfhörern und scheinbar völlig spontan zu den verschiedensten Liedern. Ein
großer Spaß, könnte man meinen, doch der Flashmob endete mit der Abführung
einer Teilnehmerin mit Handschellen.
Angesichts dieser doch ungewöhnlich
brutalen Aktion rücken Flashmobs, seit der ersten große Wellen im Jahre 2003
vor allem in Europa eher in Vergessenheit geraten, wieder in das Zentrum der
Aufmerksamkeit der Medien.
Ursprünglich nur dazu da, die
Zuschauer auf harmlose Weise zu irritieren, werden Flashmobs oft als
„Widerstand gegen die Staatsgewalt“ missverstanden. Tatsächlich wollen die
Gründer dieser sinnlosen „Blitzpöbel“ durch koordinierte Gruppenaktionen wie
etwa das Stürmen einer McDonalds Bude, öffentliche Kissenschlachten oder Tanzchoreographien
auf die Konformität unserer Gesellschaft aufmerksam machen.
Die Devise sollte also lauten:
Solange Menschen mit dem einzigen Ziel zu unterhalten gewaltfreie Flashmobs
organisieren, sollte auch die Polizei nicht einzuschreiten.
Mehr Informationen unter: http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,547427,00.html
Lisa Palli
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